Samstag, 4. Februar 2012

noch mehr bauzeugs

Die Bautätigkeit in Marburg zeigt keine Anzeichen von Verlangsamung:

  • Im Studentendorf soll das bisherige Gemeinschaftshaus abgerissen und als Max-Kade-Zentrum neu errichtet werden. Dabei werden 49 neue Wohneinheiten entstehen. Außerdem ist wohl geplant, im Fuchspass ein neues Wohnheim zu bauen.
  • Das Fachmarktzentrum hier um die Ecke (»Neumarkt Nord«) steht kurz vor der Eröffnung, gerade wird der Parkplatz gepflastert, und die Bäckereifiliale ist sichtlich schon fertig eingerichtet.
  • In der Alten Kasseler Straße entsteht die Wohnanlage Campus III, Baubeginn schon dieses Jahr.
  • In der Neuen Kasseler Straße, die von der Ecke Bahnhofstraße bis zur Einmündung Mauerstraße lahnseitig halb fertig ist, finden derzeit weitere langwierige Kanalisationsarbeiten statt, aber die Verlegung einer Bushaltestelle deutet schon an, dass es nach der Winterpause dann mit dem losgeht, aus dem einmal der neue Bahnhofsvorplatz werden wird.
  • Auf den ersten neuen Flächen im Bahnhof selber haben ein McDonald's (umgezogen aus der Universitätsstraße) und der frühere Kiosk auf der linken Seite der Eingangshalle Platz gefunden. Die neuen Toiletten sind bis auf die Tür auch schon fertig, und auch die Bahnhofsbuchhandlung wird demnächst einen neuen Raum beziehen. Am Hausbahnsteig gehen dieser Tage die Arbeiten weiter. Bis zur fertigen Sanierung sämtlicher Bahnsteige kann es nach Andeutungen in der Presse allerdings noch ca. zwei Jahre (!) dauern.
  • Das Kongresszentrum der DVAG ist fertig, das Verwaltungsgebäude wird gerade innen fertig ausgebaut.
  • Der Neubau des Fachbereichs Chemie auf den Lahnbergen ist quasi rohbaufertig, der Neubau der Tumorforschung erreicht gerade die Oberkante des zweiten Stocks, das Dr.-Reinfried-Pohl-Zentrum für Medizinische Lehre (mit Kindertagesstätte) ist im Oktober in Betrieb gegangen und der Zuschlag für den Neubau für die Synthetische Mikrobiologie ist im November geschehen.
  • An der Einmündung Krummbogen/Bultmann-Straße wird das Abwasserpumpwerk saniert.Unspektakulär, aber notwendig. Vielleicht stinkt es hinterher dann nicht mehr so wie früher.
  • Bei der Neugestaltung des Umfelds der Elisabethkirche beginnt, da die Rettungsgrabungen jetzt abgeschlossen sind, nach der Frostperiode der vorletzte Bauabschnitt. Der letzte und heikelste, der Umbau des Firmaneiplatzes, wird wohl noch etwas auf sich warten lassen, da er in die Campusplanungen eingebunden werden soll. Vielleicht ändert sich da noch etwas gegenüber dem Wettbewerbsentwurf. Gegenüber soll jedenfalls ja der Haupteingang der neuen Zentralbibliothek sein, für die im Laufe dieses Jahres die Baufeldfreimachung beginnen soll, ab nächstem Jahr wird dann ausgehoben. Am Pilgrimstein wurden schon Leitungen verlegt und in diesem Zuge der blöde Radweg abgeschafft und statt dessen ein neuer breiter Gehweg mit Mischverkehr gebaut.
  • Das Hörsaalgebäude ist fertigsaniert und sieht richtig gut aus; auf der anderen Seite des Mühlgrabens soll zu ca. 2014 ein schicker Neubau für das Forschungsinstitut Deutscher Sprachatlas entstehen (Wettbewerb vor kurzem entschieden), und zwar dergestalt platzsparend, dass auf dem Rest des derzeitigen Parkplatzes irgendwann noch ein großes weiteres Institutsgebäude hinpasst.
  • Angeblich soll die Phil-Fak 2022 freigezogen sein. Wer's glaubt, wird selig.
  • Auch wenn die Oberhessische Presse in einer Online-Umfrage suggerieren wollte, der Beschluss sei noch nicht gefallen: die Vergabe für den Um- und Ausbau der Stadthalle läuft längst. Baubeginn 2013.
  • Das Kunstmuseum der Universität im Hülsenhaus hat geschlossen, weil die Außenhautsanierung, die in diesem Jahr beginnen soll, vorbereitet wird. Für die Innensanierung des stilistisch einmaligen Großbaus von 1927 gibt es leider noch keine Mittel, die Universität plant eine Spendenaktion.
  • Das neu gestaltete Außengelände der Mensa mit über 200 Sitzplätzen, diversen Rampen und Treppen ist weitestgehend fertig, es soll jetzt noch ein Kiosk oben auf der neuen Lahnterrasse entstehen. (Mir gefällt die Anlage übrigens ausnehmend gut - sehr skulptural mit den unterschiedlichen Winkeln, nirgendwo langweilig anzusehen, obwohl es sich letztlich doch bloß um eine Hochwasserschutzkonstruktion, ein paar Verkehrswege und ein paar Tische und Bänke handelt.)
  • Der »Garten des Gedenkens« in der Universitätsstraße nimmt schon Formen an - die skulpturale Stützmauer zum Hang hin ist weitgehend fertig.
  • Man sieht übrigens in den letzten Monaten, wenn mich mein Eindruck nicht ganz täuscht, auf der Talseite der Oberstadt viel mehr Baugerüste als sonst. Da wird renoviert was das Zeug hält, auch an schwierig zugänglichen Stellen.
  • Auf dem Fronhofgelände (zwischen KFZ und Savignyhaus) entstehen Eigentumswohnungen. Die alten Remisen werden durch die Stadt für die Nutzung durch die benachbarte Ubbelohdeschule saniert. Ursprünglich war einmal der Bau einer Sporthalle geplant, aber das war wohl rechtlich nicht durchsetzbar.
  • An der Ecke Friedrichstraße/Universitätsstraße sind Sanierung und Ausbau des Sozialamtsgebäudes abgeschlossen. Der Bau ist jetzt der größte Standort der Marburger Stadtverwaltung und die nicht furchtbar schöne Ecke dort wird durch die Neugestaltung doch erheblich aufgewertet.
  • Als langfristige Stadtreparatur kann man betrachten, dass der neue Bebauungsplan für den Streifen zwischen Universitätsstraße und Oberstadt vorsieht, dass die hässlichen hochterrassierten Betonbauten, wenn irgendwann abgängig, durch niedrigere Bauten ersetzt werden müssen. Außerdem soll der durchgehende Grünzug unterhalb der Barfüßerstraße wiederhergestellt werden.
  • Die schicke neue Aufstockung des Gebäudes neben den Unisport-Anlagen für die Sportwissenschaften ist jetzt auch eingeweiht worden.
  • Der Firmencampus des 3U-Konzerns auf dem ehemaligen Monopol-Gelände in der Südstadt nähert sich der Fertigstellung; dazu gehört auch das integrierte Solarkraftwerk mit den prägnanten Speichertürmen.

Kommentare:

  1. Wie imemr schöne Übersicht, aber den von dir offensichtlich als gut befundenen Neuen Gehweg am Pilgrimstein finde ich scheiße. Gerade als schlecht sehender Mensch kann man jetzt viel Schlechter einschätzen von Wo potenzielle Gefahr kommt und nach meiner Erfahrung führt Mischverkehr nur dazu,dass die Radfahrer tendenziell den Ganzen Weg Okkupieren und Fußgänger dann sehen können wo sie bleiben, von der Absurdität das mittendrin plötzlich einige Meter Pflaster fehlen mal ganz abgesehen.

    Sonst würde mich noch interessieren inwiefern im Zuge der ganzen Bahnhofsumgestaltung und der Neubauten die du beschreibst auch Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung geplant sind? Ich denke immer das ist ein wichtiger Teilaspekt oder? Hast du da als Nordstadtbewohner udn aufmerksamer Beobachter Infos ?

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  2. Na, eigentlich gehören Fahrräder auf die Fahrbahn, aber der jetzige breite Bürgersteig mit Mischverkehr ist besser als der Krampf vorher. Was Verkehrsberuhigung angeht, ist ja geplant, den Pilgrimstein und die Elisabethstraße für den MIV zu sperren und die Einbahnstraßenregelung auf der unteren Bahnhofstraße aufzuheben.

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