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Dienstag, 30. Juni 2015
mehr und mehr
Ich bin regelmäßig in Situationen, in denen ich mir ein unglaublich erfrischendes Erfrischungsgetränk wünsche. Leider gibt es kein echtes Erfrischungsgetränk, das so stark erfrischt, wie ich mir das von diesem fiktiven Getränk erhoffe. Es gibt Näherungen (Limo mit echtem Zitronensaft; gut gekühltes Ginger Ale; Eistee mit Kohlensäure). Aber auf das Getränk meiner Träume warte ich immer noch.
Dienstag, 21. April 2015
tu, felix iena
Ein kleiner Park vor einer Stadtvilla aus dem 18. Jahrhundert. Strahlender Sonnenschein. Vor einer überlebensgroßen Statue von Albertus Magnus eine Wiese voller Gänseblümchen, darauf im Kreis sitzend die Kollegin P. mit ihrem Seminar.
Das glaubt mir zuhause ja keiner, wie das hier aussieht. So muss sich Klein-Fritzchen vorstellen, wie es ist Philosophie zu studieren.
Das glaubt mir zuhause ja keiner, wie das hier aussieht. So muss sich Klein-Fritzchen vorstellen, wie es ist Philosophie zu studieren.
Donnerstag, 26. März 2015
huch und so
Ich habe mich gerade bei folgendem Gedanken ertappt: »Ach, eine E-Mail schreiben ist so umständlich, vielleicht solltest du da einfach mal anrufen.«
Werde ich alt? Was passiert mit mir?
Werde ich alt? Was passiert mit mir?
Montag, 27. Oktober 2014
vorhin
Ich gehe zum Mittagessen in die Mensa. Davor: Große handgemalte Transparente, rhythmisches Getrommel auf leere Chemiefässer, ein mickriger Sprechchor: »Keinen Cent und keinen Mann für das deutsche Kriegsprogramm!«. Wie aus der Zeit gefallene Siebziger-Jahre-Agitatoren, natürlich keine Frau dabei. Jemand verteilt eng bedruckte A4-Flugblätter. Beim Trommeln plötzlich ein Gequäke dazwischen, ich sehe, dass tatsächlich allen Ernstes da jemand eine Schalmei hat und auf dem Boden noch ein paar davon liegen, von der größeren, tieferen Sorte sogar. Auf dem Rückweg lautsprecherverlesene Reden, die sich wiederholen, da wird immer derselbe Text abgelesen. Der Herr, der die Flugblätter verteilt, sieht mit seiner Mütze, seinen schütteren grauen Haaren und der Aktentasche so aus, als sei er ein alter K-Gruppen-Hengst. Das Ganze wirkt geradezu gespenstisch, nicht einmal in Marburg lockt man mit so etwas noch jemanden hinter dem Ofen hervor.
Heute Abend sehe ich in der Uni eines der Flugblätter aus der Nähe. Es ist die Rede von einer landesweiten Aktion für Klassenkampf mit fünf fahrenden Theatern, ich vermute mittlerweile fast ein Satireprojekt hinter alledem. Ganz unten auf dem Blatt: das Logo der FDJ.
Heute Abend sehe ich in der Uni eines der Flugblätter aus der Nähe. Es ist die Rede von einer landesweiten Aktion für Klassenkampf mit fünf fahrenden Theatern, ich vermute mittlerweile fast ein Satireprojekt hinter alledem. Ganz unten auf dem Blatt: das Logo der FDJ.
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