- Philosophie studieren
- eine ordentliche Stereoanlage anschaffen
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Donnerstag, 6. November 2014
die besten entscheidungen meines lebens
Mittwoch, 30. Oktober 2013
und wieder ist es nacht im b-turm
Ich höre zufällig, weil Last.FM es mir einbrockt, dänischen Hip-Hop. Wenn man nicht genau hinhört, klingt das auch nicht anders als Hamburger Hip-Hop.
Montag, 16. September 2013
gehört:
Phrasenmäher, »Heimathiebe Vol. 1«: Nun auch schon wieder zwei Jahre alt und keine superdicke Nachricht. Aber ich weiß nicht, wann ich zuletzt so viel so lustige und so gut gemachte Musik auf einem Album gehört habe. Leider wird das Video der supergenialen, irgendwie nach 1980er-Kinderserienvorspann klingenden Albumversion von »Wermelskirchen« nicht gerecht.
Das Album ist übrigens nicht teuer und wird zusammen mit einer Autogrammkarte und einem Stapel Aufkleber geliefert. Am besten direkt bestellen.
Montag, 8. Juli 2013
ein mann gibt auskunft
Ich weiß gar nicht, wer das hier überhaupt noch liest. (Wer sich zu erkennen geben will, mag gerne kommentieren!) Aber ich stelle mal ein paar Fakten in die Landschaft:
- DenkWelten hat im Mai/Juni im Senckenberg Naturmuseum die erste, recht erfolgreiche, Ausstellung abgehalten.
- Im Oktober muss, soll und wird die Rohfassung meiner Doktorarbeit fertig sein.
- Ich habe, ebenfalls im Oktober, angefangen, ganz vorsichtig wieder ein kleines bisschen politisch aktiv zu sein, aber wirklich nur ganz wenig.
- Ich habe seit 1. Juli und noch bis einschließlich September in meiner Funktion als Assistent der Geschäftsführung der DGPhil eine Praktikantin zu betreuen.
- Ich schreibe wieder! Details gibt es aber erst, wenn mal wirklich was fertig ist.
- Mein Stipendium wurde verlängert und geht noch bis Ende Januar 2014. Danach strebe ich die Selbstständigkeit an. Genaueres wird noch bekannt gegeben.
- Seit Ende Mai wohne ich nicht mehr in einer WG, sondern in einem schnuckeligen Einzimmerappartement.
- Da der frühere Chorleiter des UniChors gekündigt hat und wir dieses Semester mit einer »hauseigenen« Übergangslösung arbeiten, darf ich seit April und noch bis Ende nächster Woche bei sämtlichen Proben korrepetieren. Außerdem mache ich auch noch die Klavierbegleitung bei der Pausenmusik.
Es ist schon nicht ganz wenig. So langsam könnte ich mal wieder 14 Tage Nordsee ohne Internet und Telefon gebrauchen.
Samstag, 2. Juni 2012
radiokopf. oder: nacht in marburg.
(Nachtrag aus gegebenem Anlass: Es handelt sich hier um eine nahezu zeilengetreue und reimerhaltende Übersetzung des Texts von »Creep« von Radiohead. Ich bin nicht, ich wiederhole, nicht unglücklich verliebt. Zumindest nicht mehr als sonst. Bei der Entstehung mitgewirkt haben Tobias Weilandt, M.A., und cand. med. Henning Fischer.)
Als du vorhin da warst
Konnt ich nich nah bei dir sein
Du bist wie ein Engel
Bei deiner Haut muss ich wein'n
Du fliegst wie ne Feder
In ner wundervollen Welt
Ich wär gern besonders
Du bist so fucking besonders
Doch ich bin ein Eimer
Ich bin komisch
Was zum Teufel mach ich hier?
Ich gehör nicht hin hier
Ist mir egal ob es weh tut
Ich will die Kompetenz
Ich will nen perfekten Körper
Ich will ne Seele, die glänzt
Ich will, dass es dir auffällt
Wenn ich nicht hier bin
Du bist so fucking besonders
Ich wär gern besonders
Als du vorhin da warst
Konnt ich nich nah bei dir sein
Du bist wie ein Engel
Bei deiner Haut muss ich wein'n
Du fliegst wie ne Feder
In ner wundervollen Welt
Ich wär gern besonders
Du bist so fucking besonders
Doch ich bin ein Eimer
Ich bin komisch
Was zum Teufel mach ich hier?
Ich gehör nicht hin hier
Ist mir egal ob es weh tut
Ich will die Kompetenz
Ich will nen perfekten Körper
Ich will ne Seele, die glänzt
Ich will, dass es dir auffällt
Wenn ich nicht hier bin
Du bist so fucking besonders
Ich wär gern besonders
Doch ich bin ein Eimer
Ich bin komisch
Was zum Teufel mach ich hier?
Ich gehör nicht hin hier
Sie rennt raus aus der Tür
Sie rennt raus
Sie rennt, rennt, rennt
Rennt
Was macht dich bloß glücklich?
Was immer du willst
Du bist so fucking besonders
Ich wär gern besonders
Doch ich bin ein Eimer
Ich bin komisch
Was zum Teufel mach ich hier?
Ich gehör nicht hin hier
Ich gehör nicht hin hier
Sonntag, 18. Dezember 2011
muddy waters
Ich habe jetzt ein eigenes Büro, darin eine nagelneue Teemaschine und ein nagelneuer iMac. Und noch optimistisch gerechnet sechs Tage, um das erste Kapitel meiner Dissertation fertigzustellen. Mein Zimmer und das Prellblog werden zusehends vernachlässigt; der linke große Zeh ist etwas ramponiert und hier liegt ein Paar Fahrradschuhe herum, die ich immer noch nicht ausprobiert habe.
Ansonsten kann ich mittlerweile schon halbwegs brauchbar obligat Orgel spielen, wenn auch nur ganz langsam und unter derartiger Anstrengung, dass ich alle vier Takte das Gefühl habe, mich erst mal fünf Minuten hinlegen zu müssen.
Ansonsten kann ich mittlerweile schon halbwegs brauchbar obligat Orgel spielen, wenn auch nur ganz langsam und unter derartiger Anstrengung, dass ich alle vier Takte das Gefühl habe, mich erst mal fünf Minuten hinlegen zu müssen.
Montag, 4. Juli 2011
i'm getting sentimental over you
Handwerker legen gerade mit messerscharf gezogenen Kanten den letzten Schliff an eine der früher hässlichsten Ecken der Stadt an, die jetzt mit neuen Treppen, neuen Türen, neuen Briefkästen, neuen Vordächern dieselbe »Alles frisch saniert«-Optik verpasst bekommen hat wie große Teile der Republik, alles einheitlich in Eisenglimmer und Einscheibensicherheitsglas; und bei der Arbeit hören sie ganz laut die Commodores, mit einem wetterfesten und stoßgeschützten, akkubetriebenen Baustellenradio der Firma Makita.
Ich kann mir nicht helfen, aber ich mag dieses Land und ich mag diese Leute einfach.
Ich kann mir nicht helfen, aber ich mag dieses Land und ich mag diese Leute einfach.
Donnerstag, 30. Juni 2011
rockstarpraktikum
Am vergangenen Samstag hatte ich einen Auftritt als Aushilfskeyboarder bei einer Metalband, d.i. Heralder, wo mein Freund Torsten Bass spielt. So etwas habe ich noch nie gemacht - weder stilistisch noch logistisch. Gewisse Dinge ändern sich natürlich nie: Dass Band-Auftritte ein sich endlos ziehendes Herumgurken in verschiedenen Autos bedeuten, um die zahllosen benötigten Sachen an die verschiedenen beteiligten Orte zu transportieren, beispielsweise. Da vorher in einem nahgelegenen Proberaum noch eine Durchlaufprobe angesetzt war, verkomplizierte sich das nochmal. Und ich musste zudem noch aus Marburg nach Saarbrücken anreisen, wofür mir die Firma Sixt freundlicherweise gegen entsprechende Bezahlung einen Ford Focus zur Verfügung stellte.
Bei der genannten Durchlaufprobe hatte ich dann gleich wieder dasselbe Problem, das ich mit anderen Bands auch schon erlebt habe: Wenn auf dem selbstgeschriebenen Leadsheet sowas wie »Chromatische Figur über E« oder »Tubular-Bells-ähnliches Motiv über D« steht und ich das alles heftig zum Playback geübt habe, heißt das noch lange nicht, dass mir dann bei der Generalprobe dieses Motiv auch wieder einfällt. Ich glaube, es regte sich da durchaus eine gewisse Skepsis beim Rest der Band. In Zukunft muss ich mir sowas tatsächlich in Noten aufschreiben, glaube ich. Zu meiner Verteidigung sei auch gesagt, dass ich wegen Erkältung und anderen Gründen nur etwa drei Tage zum Üben hatte, noch nie vergleichbare Musik gemacht habe und die acht Stücke gefühlt mehr Abschnittswechsel und verschiedene Harmonien enthielten als das Gesamtwerk von Emerson, Lake & Palmer. Metal ist halt, um einen anderen Freund zu zitieren, erstaunlich intellektuelle Musik.
Der Auftritt selber war dann im Devil's Place, so einer Art Grillhütte mitten in der Stadt, insofern genau die Art von Venue, wo bisher quasi alle Auftritte, die ich je mit Rockbands hatte, gelaufen sind, wenn man mal von diversen Kirchenmuggen und einem Auftritt in einem größeren Bierzelt in Ober-Bessingen (oder war's Nieder-Bessingen?) 2003 absieht. Erstaunlicherweise habe ich dann auch die in der Probe verwackelten Stücke einigermaßen hingekriegt, der Sound war, obwohl nahezu nur über Backline gespielt wurde, richtig sauber, ich habe Lob von Leuten bekommen, die die Band schon kannten (ich hatte Heralder noch nie gehört), es gab ordentlich Bruch Zwickel für umsonst, natürlich wurde geschwenkt und alles in allem war es ein sehr schöner Abend. Wenn ich es richtig verstanden habe, hat man mir in Form von immerhin 50 Euro Spritgeld sogar die komplette nach Abzug der Getränke übrige Gage weitergereicht, so dass ich meine Unkosten ungefähr um ein Drittel reduzieren konnte.
Bei der genannten Durchlaufprobe hatte ich dann gleich wieder dasselbe Problem, das ich mit anderen Bands auch schon erlebt habe: Wenn auf dem selbstgeschriebenen Leadsheet sowas wie »Chromatische Figur über E« oder »Tubular-Bells-ähnliches Motiv über D« steht und ich das alles heftig zum Playback geübt habe, heißt das noch lange nicht, dass mir dann bei der Generalprobe dieses Motiv auch wieder einfällt. Ich glaube, es regte sich da durchaus eine gewisse Skepsis beim Rest der Band. In Zukunft muss ich mir sowas tatsächlich in Noten aufschreiben, glaube ich. Zu meiner Verteidigung sei auch gesagt, dass ich wegen Erkältung und anderen Gründen nur etwa drei Tage zum Üben hatte, noch nie vergleichbare Musik gemacht habe und die acht Stücke gefühlt mehr Abschnittswechsel und verschiedene Harmonien enthielten als das Gesamtwerk von Emerson, Lake & Palmer. Metal ist halt, um einen anderen Freund zu zitieren, erstaunlich intellektuelle Musik.
Der Auftritt selber war dann im Devil's Place, so einer Art Grillhütte mitten in der Stadt, insofern genau die Art von Venue, wo bisher quasi alle Auftritte, die ich je mit Rockbands hatte, gelaufen sind, wenn man mal von diversen Kirchenmuggen und einem Auftritt in einem größeren Bierzelt in Ober-Bessingen (oder war's Nieder-Bessingen?) 2003 absieht. Erstaunlicherweise habe ich dann auch die in der Probe verwackelten Stücke einigermaßen hingekriegt, der Sound war, obwohl nahezu nur über Backline gespielt wurde, richtig sauber, ich habe Lob von Leuten bekommen, die die Band schon kannten (ich hatte Heralder noch nie gehört), es gab ordentlich Bruch Zwickel für umsonst, natürlich wurde geschwenkt und alles in allem war es ein sehr schöner Abend. Wenn ich es richtig verstanden habe, hat man mir in Form von immerhin 50 Euro Spritgeld sogar die komplette nach Abzug der Getränke übrige Gage weitergereicht, so dass ich meine Unkosten ungefähr um ein Drittel reduzieren konnte.
Samstag, 4. Juni 2011
born to be alive
Ich habe mir jetzt tatsächlich auch mal das Video zu Lady Gagas »Born This Way« angeschaut, das die deutsche Feuilletons ins Rotieren gebracht hat. Was mir dazu einfällt: Irgendwie ist es enttäuschend, dass nach dem mystischen Vorgeplänkel dann bloß diese Musik kommt; aber andererseits, Progrock ist häufig letztlich auch nicht komplexer gewesen, und es ist doch irgendwie schön, wenn sich der aktuelle Pop dieselben aufgeblasenen Flachheiten, aus denen Konzeptalben schon immer bestanden haben, zu eigen macht. Und wie fast immer, wenn ich mal »normales« Radio höre, denke ich, dass sich bei chartgängiger Musik doch letztlich seit 1995 gar nicht so viel getan hat - ich warte immer irgendwie darauf, dass gleich Haddaway zu rappen anfängt.
Samstag, 28. Mai 2011
zeitung
Was tut sich denn so alles? Vieles. Ich habe wieder eine Band, dadurch ist mein Equipment jetzt wieder in einem Proberaum und ich hatte kein Übeklavier mehr, was mir nach vielen Jahren des Überlegens den Anstoß gab, mir ein neues Stagepiano zu kaufen, und zwar ein Kawai MP6, was ein wundersames Gerät ist, das einem durchaus klar vor Augen führt, was es in den letzten 10 Jahren so an technischen Fortschritten gegeben hat. Unter anderem kennt das Pedal nicht nur an und aus, sondern auch Zwischenzustände, so dass man damit auch Debussy oder Rachmaninow spielen kann, und es gibt eine ganze Menge Bedienhilfen, die erkennen lassen, dass das Klavier wirklich für den Live-Einsatz konzipiert ist. Als Nebeneffekt spiele ich jetzt tatsächlich viel mehr als früher, habe endlich mal angefangen, mich ernstzunehmend mit den Goldberg-Variationen auseinanderzusetzen und auch sonst haufenweise alte Noten rausgekramt. Gestern habe ich für Freunde in Ulm, wie man im Jargon so sagt, »eine Hochzeit gespielt«, Ende Juni helfe ich bei Heralder, wo mein Freund Torsten Peeß Bassist ist, als Keyboarder aus, was ich ganz spannend finde, weil ich seit Ewigkeiten mit keiner Band mehr vor »richtigem« Publikum gestanden habe (ich bin jetzt schon nervös). Soviel Musik habe ich seit Jahren nicht mehr gemacht, und ich merke, dass mir das wirklich gut tut. Ich bin auch am Überlegen, endlich die Orgelstunden zu nehmen, die ich seit knapp 20 Jahren »irgendwann mal« nehmen will, und womöglich habe ich in Marburg auch tatsächlich jemanden zum Vierhändigspielen gefunden, was ich mir wünsche, seit ich hier bin.
Zu dem Thema »gut tun« sollte man auch vermerken, dass ich wider Erwarten mit dem für die Stadt gebauten und angeschafften Rad, das ich habe (technisch ein Hollandrad, auch wenn es von Weitem wie ein Trekkingrad aussieht), mittlerweile nahezu 150 Kilometer über Land gefahren bin und mich eigentlich auf jeden Anlass, eine längere Strecke damit zurückzulegen, freue. Ich bin mal gespannt, wie viele Kilometer ich nach einem Jahr auf der Uhr haben werde, ich bin jetzt mit über 660 schon bei viel mehr als ich geschätzt hätte. Neue Besen kehren gut, vor allem, wenn der alte Besen bei Dunkelheit nicht nutzbar war und man sich damit regelmäßig von oben bis unten furchtbar verdreckt hat. :)
Musik machen, Fahrrad fahren, früher aufstehen, Struktur ins Leben bringen, vielleicht sind das alles Präventivmaßnahmen, die damit zu tun haben, dass sich die große Drei vor dem Komma nähert? Wer weiß.
Ansonsten wechseln wieder einmal meine MitbewohnerInnen, in der Küche spielen Schlupfwespen gegen Mehlwürmer Räuber und Gendarm, nach wochenlangem Hängen und Würgen mit verschiedenen Handwerkerterminen geht der neue Herd wieder (war ein Montagefehler), unser Klingelschild ist solide zwei Jahre out of date, ich verkaufe in letzter Zeit massiv alte Bücher über Amazon, es gibt einen neuen Drucker, der jetzt auch scannen kann (war überfällig) und ein neues Möbel, auf dem er und die Stereoanlage draufstehen, meinen Tee kaufe ich jetzt im Teeladen und nicht mehr im Supermarkt, ich war verkleidet und unter falschem Namen in der hiesigen lustigen Großraumdisco und hatte einen Heidenspaß (inklusive Tanzen, wer's nicht glaubt, lässt es halt bleiben) und überhaupt und so. Die letzten Wochen hatten allerdings auch sehr finstere Seiten; da ich es aber anders als früher mit dem Tagebuchcharakter dieses Blogs nicht übertreiben will, möchte ich mich dazu nicht auslassen. Es geht immer weiter.
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